Baumhaus
Seltener als in Frankreich oder Belgien, aber spektakulär: das Relief erledigt den Rest. Man findet sie vor allem im Jura, in der Westschweiz und im Mittelland, kaum über 1 200 m — Schnee und Wind verbieten Hochbauten in den Bergen. Die besten hängen an Seilen, ohne den Baum zu verletzen, heizen mit Holz und laufen auf Solar.
Alphütte und Maiensäss
Die Schweizer Signatur. Ein zwei- bis dreihundertjähriger Lärchenbau auf 1 400–1 900 m, schlicht renoviert: Holzofen, Quellwasser, manchmal gar kein Strom. Zugang zu Fuss oder mit dem Geländewagen des Bauern. Das authentischste — und wetterabhängigste — Erlebnis des Landes.
SAC-Berghütte
Die rund 150 Hütten des Schweizer Alpen-Clubs sind kein Tourismusprodukt, aber das kulturelle Fundament von allem: Massenlager, Halbpension, Bewartung im Sommer und teilweise im Winter. Radikale Einfachheit, Solarpanels, strenge Wasserbewirtschaftung. Unbedingt vorher reservieren.
Iglu und Iglu-Dorf
Jeden Winter neu gebaut in Zermatt, Davos-Klosters und Gstaad, zwischen 2 000 und 2 700 m. Expeditionsschlafsack, Whirlpool im Schnee, Fondue und Schneeschuhwanderung inklusive. Eine Nacht bei −5 °C unter Schnee ist nicht bequem, sondern unvergesslich. Nur Dezember bis April.
Transparente Bubble
Das am schnellsten wachsende Segment. Eine Bubble mit Blick aufs Matterhorn, auf die Dents du Midi oder eine Freiburger Alp ist monatelang ausgebucht. Heizung und Höhe prüfen: über 1 500 m funktioniert eine unbeheizte Bubble nur von Juni bis September.
Geodome
Robuster als die Bubble, wärmer, besser fürs Alpenklima geeignet. Grosse Glasfront, Ofen, manchmal transparente Decke für die Sterne. Wachsend in Graubünden, im Jura und in den Voralpen.
Jurte
Der Jura und der Waadtländer Jura haben daraus ihre Spezialität gemacht, oft auf Biohöfen oder in Ökoprojekten. Zentralofen, Trockentoilette, Gemeinschaftsgefühl. Der günstigste Schweizer Klassiker, fast ganzjährig offen.
Weinfass und Tiny House
Winzerfässer im Wallis (Salgesch, Siders, Chamoson), Tiny Houses im Mittelland und im Seeland. Kurzaufenthaltsformat, oft nahe am Bahnhof, ideal für eine erste ungewöhnliche Nacht ohne Budgetexplosion.